Passives vs. Aktives Investieren

Wieso sich Diversifikation lohnt

„Ich investiere immer, wenn die Märkte fallen.“ Diesen und ähnliche Sätze haben Sie sicher schon unzählige Male von einem Ihrer Kollegen gehört. Es mag sein, dass eine solche Strategie in gewissen Krisen oder auch bei starken Marktschwankung aufgeht. Langfristig zeigt sich jedoch, dass das sogenannte „Stockpicking“ oder die selektive Auswahl von einzelnen Titeln eine eher riskante Strategie ist, die nicht selten auch mit dem Verlust von hohen Vermögenswerten einhergeht.

In unzähligen Studien hat sich gezeigt, dass es sich lohnt in breit diversifizierte Portfolios zu investieren. Das Sprichwort „Man soll nicht alle Eier in das gleiche Nest legen“ kommt bei diesem Beispiel zu tragen. Dabei ist die Erklärung relativ einfach: Büssen einzelne Titel an Wert ein, kann ein anderer Titel dem Verlust entgegenwirken und somit den Verlust reduzieren. Mit der Streuung der Investition in verschiedene Einzeltitel kann so ein optimales Risiko-Rendite-Verhältnis erzielt werden. Dieser Grundsatz gilt dabei nicht nur für Einzeltitel, sondern auch für grössere Anlageklassen. Veranschaulichen lässt sich dies mit der Wechselwirkung von den beiden Anlageklassen Gold und Aktien. In früheren Zeiten hat sich immer wieder gezeigt, dass beim Einbruch von Aktienkursen der Wert von Gold steigt. Auf der anderen Seite hat sich jedoch auch gezeigt, dass der Goldpreis an Wert einbüsst, wenn Aktienkurse steigen und die Wirtschaft floriert.

Was man unter Passivem Investieren versteht

Das Wort passiv ist in vielen Bereichen unseres Lebens negativ konnotiert. Ein passiver Mensch unternimmt nichts und trägt wenig zum Allgemeinwohl bei. Dass dies bei den Aktienmärkten genau umgekehrt sein soll und das sich passives Verhalten im Aktienmarkt lohnt, ist deshalb oft intuitiv nicht verständlich.
Nun aber zuerst einmal: Was ist passives Investieren? Unter passivem Investieren versteht man die Investition seines Vermögens in sogenannte ETFs, welche einen Index wie den Swiss Market Index (SMI) abbilden. Dabei ist die Entwicklung des Kurswertes der ETFs und der darauf basierenden Indizes fast gleich. Investiert man in den SMI, ist man in die grössten 20 Schweizer Unternehmen investiert und hält damit ein breit diversifiziertes Portfolio. Meistens wird beim passiven Investieren der ETF einmal gekauft und danach über längere Zeit gehalten. Die Transaktionskosten sind dabei gering.
Im Gegensatz zu passivem Investieren benötigt aktives Investieren Zeit und Geld. Bei aktivem Investieren wird oft eine Wette eingegangen. Dabei investiert man in verschiedene Industrien und Titel (Stockpicking) und versucht den optimalen Zeitpunkt für den Verkauf und Kauf einzelner Titel zu wählen (Markettiming). Dies erfordert eine genaue Analyse und auch die ständige Beobachtung der Märkte. Das ständige Verkaufen und Kaufen führt zudem zu höheren Transaktionsgebühren. Dass vor allem Finanzexperten aktiv investieren, ist daher verständlich. Im Grunde genommen versuchen die Anleger dabei gezielt den Markt zu schlagen, um höhere Handelskosten zu rechtfertigen. Dass diese Strategie langfristig jedoch oft nicht aufgeht, wird gerne verschleiert. Laut einer Auswertung des Kapitalverwalters Blackrock haben von 2000 bis 2010 64% der aktiven Manager von Aktienfonds eine geringere Rendite erwirtschaftet als ihr Vergleichsindex. Bonds-Manager schnitten sogar noch etwas schlechter ab: im Zehn-Jahres-Vergleich blieben 69% unter dem Benchmark.

Wieso es eigentlich kein passives Anlegen gibt und welche Anlagestrategien beim Passivem Investieren möglich sind

Beim Investieren wird häufig das aktive und passive Investieren einander gegenübergesetzt. Dass man beim Kauf eines ETFs jedoch ebenfalls auf gewisse Branchen und Unternehmen spekuliert, vergisst man schnell. Dies kann aber relativ einfach an einem Beispiel veranschaulicht werden. Kauft man zum Beispiel einen ETF auf den SMI, hält man grösstenteils Pharmafirmen und Banken in seinem Portfolio. Die Pharmabranche macht mit Novartis, Roche und Actelion fast 40% vom SMI aus während die UBS, Credit Suisse und Julius Baer zusammen einen Anteil von mehr als 10% haben. Verlieren diese Firmen und Branchen an Wert, verliert auch der SMI. Bei ETFs sind die „Wetten“ jedoch kleiner als wenn man einzelne Titel auswählt, da ein breiteres Spektrum an Unternehmen und Branchen abgedeckt wird. Um weniger Risiko einzugehen ist es ratsam mehrere ETFs in seinem Portfolio zu halten, um breiter investiert zu sein. Dabei kann man in ETFs verschiedener Länder oder in ETFs verschiedener Anlageklassen wie zum Beispiel Anleihen investiert sein. Bei passiven Investitionen gibt es drei verschiedene Anlagestrategien:

  • Branchen-Rotations-Strategie: Diese beschreibt die Über- und Untergewichtung einzelner Sektoren über Branchen-ETFs, um den Konjunkturzyklus zu spielen.
  • Themen-basiertes Investieren: Wenn Sie glauben, dass zum Beispiel die künstliche Intelligenz und Robotik in Zukunft eine große Rolle spielen werden und Unternehmen aus diesem Bereich besonders vielversprechend sind, dann kaufen Sie einen ETF mit diesem Thema.
  • Taktische Allokation: Sie versuchen vielversprechende Länder und Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen je nach Konjunkturzyklus stärker in Ihrem Portfolio zu gewichten. Diese Entscheidung der Untergewichtung oder Übergewichtung basiert oft auf makroökonomischen Analysen verschiedener Länder.

Unsere Anlagephilosophie kurz erklärt:
Taktische Asset Allokation mit minimalen Kosten

Die Frage, welche Strategie beim Investieren am Erfolgreichsten ist, wird von Experten unterschiedlich beantwortet. StoneCap ist der Meinung, dass Ihnen ein professionelles Team ein breit diversifiziertes Portfolio zur Verfügung stellen sollte, dass Ihrer subjektiven und objektiven Risikofähigkeit zugeschnitten ist. Dabei sollten Sie unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien, Wandelanleihen, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, Inflationsgeschützte Anleihen, Immobilien und Gold in ihrem Portfolio halten, da sich diese Anlageklassen je nach Konjunkturzyklus unterschiedlich entwickeln. Zudem ist es wichtig auch geographisch breit diversifiziert zu sein. Mit einer geographischen Diversifikation kann man nämlich geographische Klumpenrisiken wie Krieg, Umweltkatastrophen, Klimaerwärmung etc., welche die Wertentwicklung des Gesamtportfolios negativ beeinflussen können, minimieren. Die Portfolios von StoneCap sind in der Schweiz, Europa, USA, Japan und in verschiedenen Schwellenländer investiert.

Bei der passiven Anlagestrategie verfolgen wir die Taktische Allokation, in dem unterschiedliche Anlageklassen oder vielversprechende Länder je nach Marktsituation übergewichtet werden. Die makroökonomischen Faktoren werden ständig evaluiert und falls nötig wird die strategische Allokation angepasst. Unser Investment Team besteht hauptsächlich aus ehemaligen Chef-Ökonomen aus unterschiedlichen Banken und Versicherungen, die sich mehrheitlich auf makroökonomische Zusammenhängen und Geldpolitik spezialisiert haben. Zudem rechnen wir 10’000 von Simulationen durch, um mögliche Wertentwicklungen Ihres Portfolios je nach Konjunkturzyklus zu modellieren.

Tiefe Kosten erhöhen Rendite über die lange Frist

Ein weiterer wichtiger Pfeiler beim Investieren sehen wir bei den Kosten. StoneCap ist der Meinung, dass zu hohe Kosten nicht Ihre Rendite minimieren sollen und dass jede Kostenstelle transparent gezeigt wird. Im Gegensatz zu der klassischen Vermögensverwaltung sind die Kosten von StoneCap deutlich tiefer. In einzelnen Fällen sind die Kosten um das Dreifache kleiner im Vergleich zu den üblichen Playern. Die tiefen Kosten werden dabei hauptsächlich durch effizientes Handeln von ETFs und einer starken Automatisierung aller Geschäftsprozesse ermöglicht.