Kostenvergleich von traditionellen Vermögensverwaltern und Robo Advisor

Wer die Preise von Vermögensverwaltern vergleichen will, muss viel Energie aufwenden. Erstens gibt es unzählige Anbieter, die verschiedene Produkte anbieten. Zweitens ist es sehr schwierig herauszufinden, was man effektiv zahlt, da vielerorts die Kosten nicht transparent dargestellt werden und da gewisse Kosten nicht auf den quartalsweisen Abrechnungen von Vermögensverwaltern erscheinen. Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren mehr Transparenz in den Finanzsektor gebracht und auch die Politik hat sich vorgenommen, mehr Transparenz in diesen Sektor zu bringen. Viele Politiker verlangen, dass zumindest die Preise für den Kunden klarer ersichtlich sind, dass zumindest eine Kaufentscheidung basierend auf den richtigen Informationen getroffen werden kann.

Eine Studie von Moneyland hat sich das gleiche Ziel gesetzt, nämlich die verschiedenen Vermögensverwalter genauer unter die Lupe zu nehmen und mehr Transparenz im Finanzsektor zu schaffen. Money Land ist ein Online Vergleichsdienst, welcher die Preise rund um den Finanz- und Versicherungssektor vergleicht. Die Studie zeigt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Vermögensverwaltern gibt. StoneCap ist der zweigünstigste Anbieter. Nimmt man ein Vermögen von 250’000 CHF, zahlt der Kunde mit einer Aktienquote von 40-60% pro Jahr 1’750 CHF für die Vermögensverwaltung. Von den verglichenen Mandaten ist die UBS der teuerste Vermögensverwalter. Mit Kosten von 4375 Franken pro Jahr ist sie mehr als doppelt so teuer wie StoneCap. Neben der Vermögensveraltungsgebühren entstehen noch weitere Kosten, die in diesem Kostenvergleich nicht berücksichtigt werden. Verwaltungs-, Depotgebühren und Beratungskosten werden in den Kosten miteinbezogen, die Transaktionskosten und die Produktkosten werden hier hingegen weggelassen. Da StoneCap hauptsächlich sehr preiswerte ETFs verwendet und zudem keine Transaktionsgebühren vom Kunden verlangt, fällt der Kostenunterschied zwischen StoneCap und einem traditionellen Vermögensverwalter wie der UBS sogar noch höher aus.

Neben den deutlichen Kostenunterschieden zwischen StoneCap und der UBS, wird in der obigen Tabelle ersichtlich, dass die UBS bei erhöhter Aktienquote mehr verlangt. Wer also risikoreicher investieren will, der zahlt bei den meisten traditionellen Vermögensverwaltern mehr. Bei StoneCap ist dies nicht der Fall. Sie zahlen unabhängig von der Aktienquote 0.7% ihrer Anlagesumme pro Jahr. Zudem verlangt StoneCap von allen Kunden das Gleiche. Es spielt für uns keine Rolle, ob Sie 100’000 CHF oder eine Million anlegen, die prozentualen Kosten pro Jahr bleiben mit 0.7% sehr tief.

Kostenunterschiede mach auf lange Sicht viel aus

Es ist klar, dass die Preise nur eine Seite der Medaille sind. Dass die Preise über einen langen Zeithorizont stark ins Gewicht fallen können, ist vielen jedoch in diesem Ausmass nicht bewusst, da die Kosten immer nur in Prozentpunkten angegeben werden. Vergleichen wir zum Beispiel ein Kunde bei der UBS und bei StoneCap: Die UBS hat 1.3% höhere Kosten pro Jahr als StoneCap. Nimmt man nun eine Rendite von 6%, die durchschnittliche des SMI über die letzten 20 Jahre, und subtrahiert für StoneCap 1% (0.7% Vermögensverwaltungsgebühr + 0.3% Produktkosten) und für die UBS 2.3% (2% Vermögensverwaltungsgebühr + 0.3% Produktkosten) für die Kosten, so ergibt sich eine Nettorendite von 5% für StoneCap und 3.7% für die UBS. Berechnet man nun die Wertentwicklung von einem Kunden mit einem Vermögen von 100’000 CHF über einen Zeithorizont von 20 Jahre, kann allein dieser Kostenunterschied der zwei Vermögensverwalter bis zu 60’000 CHF ausmachen. Wie aus diesem Beispiel ersichtlich wird, fallen diese Prozentunterschiede sehr stark ins Gewicht. Für jeden Kunden empfehlen wir deshalb, sich die Kosten der Vermögensverwalter genau anzuschauen.